miércoles, 26 de junio de 2013

Ironman Nizza 2013

Gut trainiert und hoffnungsvoll stand ich am 23.06.2013 um 6:30Uhr zwischen 2800 Triathleten am Strand von Nizza. Ich hatte mir eine Schwimmzeit für die 3800 Meter von 1h22Min. vorgenommen und reihte mich entsprechend ein.
Gleich nach dem Startschuss begann ein fürchteriches Hauen und Stechen. Schläge von links, Schläge von rechts, verlangsamt der vor mir, schwimmt der hinter mir auf mich auf, ist der vor mir weg, kommt einer von der Seite und klemmt mir den Weg ab..... irgendwann bin ich in einer Gruppe von etwa 50 Schwimmern. Das Spritzwasse der Anderen, die Wellen und mein Schwimmstil verhindern eine Sicht nach vorne. Ich schwimme einfach hinter den Anderen her. Nach ca 1000 Metern kommt ein Kanufahrer und klärt uns über unsere falsche Fährte auf. Wir sind weit vom Kurs abgekommen. Also zurück auf die Strecke und wieder ins Gewühl. Am Ende der ersten Schwimmrunde habe ich fast 10 Minuten verlohren. Auf der zweiten Runde geht`s besser und ich hole auf. 1:25 Schwimmzeit. Naja, nicht wirklich schlecht.
Der Weg zum Rad ist lang. Mein Rad ist ganz hinten in der Box. Ich renne los, über die Linie und springe auf`s Rad. Alles klappt ganz wunderbar, nur als ich lostreten will, merke ich, dass die Kette vom Kettenblatt runter ist. Anhalten, das verklemmte Ding an seinen angestammten Platz rücken und mit Kettenöl verschmierten Händen wieder auf`s Rad.

Bei Kilometer 20 dann passiert´s. Auf dem Weg zur ersten Verpflegungsstelle will ich die Fahrt verlangsamen und tippe beide Bremse leicht an. Die Vorderradbremse blockert, das Vorderrad rutscht weg und ich fliege mit lang ausgestreckten Armen Richtung Asphalt. Zwei, drei Sekunden Filmriss, dann fínde ich mich, gestützt von zwei Helfern, am Strassenrand wieder. Einer biegt meinen Lenker zurecht, eine Frau ruft die Ambulanz und die beiden Stützer reden auf mich ein. Ich beschliesse auf´s Rad zu steigen und will dann sehen, ob´s noch geht. Es geht. Mit Schmerzen, aber es geht und es geht bergauf. Und wie. Bis 12% Steugung.
In der ersten Abfahrt steht ein Ambulanzwagen. Eine Blutlache am Boden. Später erfahre ich, dass der Junge den Sturz nicht überlebt hat.
Dann geht`s wieder bergauf, und noch einmal und noch einmal. Es scheint, als ob es nur bergauf ginge. Bis ganz zum Schluss eine höllisch schön-schnelle Abfahrt kommt.
Die 180 Kilometer der Radstrecke waren enorm viel anstrengender, als ich mir vorstellen konnte und so komme ich mit einer Stunde Verspätung, in bezug auf meine persönliche Vorlage, auf die Laufstrecke.
Die ersten Schritte auf der Marathonstrecke tun höllisch weh. Das linke Bein ist oberhalb des Knie`s so stark angeschwollen, dass das Geschwulst bei jedem Schritt auf und ab schaukelt. Nach ca 16 km halte ich die Schmerzen nicht mehr aus und laufe in die Rotkreuz-Stelle, wo man mir Eis auf den Muskel packt und das Paket, mit dem Rat aufzugeben, verbindet. Schon nach wenigen Schritten fällt das Eispacket aus dem Verband und der Rest der Versorgung hängt wie ein Zierband um´s geschwollene Bein.
Auf der letzten von insgesammt vier Runden, so gegen Schluss, rechne ich mir aus, dass wenn ich jetzt keine Gehpausen mehr einlege, noch eine Zeit von unter 14Stunden drinn liegt. Ich beisse die Zähne zusammen und komme mit 13 Stunden 55Minuten in´s Ziel.

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